Die drei Schritte zur Glossopharyngealen Atmung

Schritt 1

Für die Froschatmung muss man lernen, den Rachen durch die Abwärtsbewegung der Knorpel von Luftröhre und Kehlkopf zu öffnen.

  • Spreche die Worte "CAW" und "CAR" - das hilft oft, die Abwärtsbewegung der Trachealknorpel in Gang zu setzen.
  • Wiederhole "CAW" und "CAR" ohne den Laut. Achte darauf, die Zungenspitze gegen die Innenseite der unteren Zahnreihe zu halten.
  • Lege die Finger von außen an den Knorpel der Luftröhre. Sage "CAW" und "CAR" und spüre dabei die Bewegung des Knorpels. Während der Übung, benutze entweder "CAW" oder "CAR", je nachdem welcher Laut die Trachealknorpel am meisten bewegt.
  • Lege die Finger von außen an den Knorpel der Luftröhre und öffne den Rachen, achte gleichzeitig auf die Abwärtsbewegung der Trachealknorpel. Achte auch darauf, die Zungenspitze gegen die Innenseite der unteren Zahnreihe zu halten.
  • Wiederhole nun diese Bewegung und halte dabei den Mund offen und den Kiefer ruhig.
  • Wiederhole diese Bewegung und halte den Rachen für fünf Sekunden geöffnet.
  • Beginne nun den Ablauf mit geschlossenem Mund. Dann öffne gleichzeitig Mund, Kiefer und Rachen und halte eine oder zwei Sekunden inne.

Wie weit sich der Rachen öffnet, hängt von der Abwärtsbewegung der Trachealknorpel ab. Für eine gute glossopharyngeale Atmung ist es notwendig, den Rachen möglichst weit zu öffnen. Es ist sehr wichtig, diesen ersten Bewegungsschritt richtig auszuführen, bevor man zu Schritt 2 übergeht.

 

Schritt 2

  • Öffne, wie bereits in Schritt 1 gelernt, gleichzeitig Mund, Kiefer und Rachen. Dann schließe die Lippen, aber nicht den Kiefer.
  • Wiederhole diesen Bewegungsablauf.
    Nachdem sich die Lippen geschlossen haben, warte aber einen Moment. Dann öffne die Lippen und achte darauf, dass der Rachen immer noch geöffnet ist und die Zungenspitze nach wie vor gegen die Innenseite der unteren Zahnreihe gehalten wird.
  • Wiederhole erneut den gesamten Bewegungsablauf. Öffne und schließe die Lippen mehrmals, um noch einmal zu überprüfen, dass der Rachen geöffnet ist und die Zungenspitze gegen die Innenseite der unteren Zahnreihe gehalten wird.

 

Schritt 3

Wiederhole das gleichzeitige Öffnen von Mund, Rachen und Kiefer. Schließe die Lippen ohne den Kiefer zu schließen. Lasse dieses Mal den Mundboden nach oben kommen und schließe gleichzeitig den Kiefer. Das erzeugt eine pumpende Bewegung. Sie druckt die im Mund eingeschlossene Luft durch die Luftröhre in die Lunge. Es wird sich allerdings im Augenblick noch nicht danach anfühlen.

 

Diese drei Schritte werden nun gleichzeitig ausgeführt. Dieser Vorgang ist ein Schluckvorgang.

  • Führe nacheinander drei Schluckvorgänge durch.
  • Atme tief ein und halte den Atem an.
    Führe nun fünf Schluckvorgange durch und atme dann wieder aus.
  • Messe mit einem Spirometer das maximale Atemvolumen. Messe zuerst die Vitalkapazität ohne glossopharyngeale Atmung. Messe anschließend die Vitalkapazität mit glossopharyngealer Atmung: Nehme hierzu einen tiefen Atemzug und füge fünf Schluckvorgänge dazu.
  • Übe, um die Schluckvorgänge zu vergrößern.

Durch die glossopharyngeale Atmung vergrößert sich die Vitalkapazität. Wenn das nicht der Fall ist, schaue noch einmal das Kapitel "Fehlerursachen" des Lehrvideos an.

 

Aktuelles

07. bis 09. Juni 2018 in Hannover
Workshop beim 26. Jahreskongress der Deutschen Interdisziplinären Gesellschaft
für Außerklinische Beatmung (DIGAB) e.V.
www.digab-kongresse.de


Zusammenarbeit mit der DGpW
Die Deutsche Gesellschaft für pflegerische Weiterbildung (DGpW), nimmt die Froschatmung dauerhaft in ihr Curriculum für die Weiterbildung zum Atmungstherapeuten auf.
www.dg-pw.de

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Link zur virtuellen Beratungsstelle

 

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